Retro Replay Review
Gameplay
Der zerstreute Pharao setzt das bewährte Wettlauf-Prinzip des gleichnamigen Brettspiels eins zu eins in die digitale Welt um. Auf einem 6×8-Feld-Plan suchen Spieler abwechselnd nach verborgenen Schätzen, indem sie Pyramiden verschieben, um dem Raster eines Kartenstapels zu folgen. Jede aufgedeckte Schatzkarte entspricht genau einem Chip unter den Pyramiden – die Herausforderung besteht darin, das leere Feld zu finden und dann gezielt umzuschichten. Wer den richtigen Schatz hebt, darf sofort erneut agieren, was den Spielfluss dynamisch und überraschend hält.
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Zusätzliche Aktionskarten sorgen für Würze im Spielablauf: Mal zwingt eine Karte dazu, Pyramiden zu verdrehen, mal wird die Zugreihenfolge umgedreht oder ein Mitspieler kurzzeitig ausgebremst. Gerade im Mehrspielermodus entfalten diese Sonderkarten bluffartige Momente und taktische Tiefe, die über simples Pyramiden-Verschieben hinausgehen. Im Einzelspielermodus gegen KI-Gegner bieten verschiedene Schwierigkeitsstufen genügend Abwechslung, damit Puzzle- und Deduktionsfans auf ihre Kosten kommen.
Dank der automatischen Zugkontrolle und des digitalen Regelchecks entfällt das ständige Nachschlagen im Regelbuch. Die Runden fließen zügig, Wartezeiten werden durch animierte Zwischensequenzen und kleine Soundeffekte angenehm überbrückt. Auch Einsteiger finden sich schnell zurecht, da alle möglichen Züge hervorgehoben und Spielfehler sofort gekennzeichnet werden.
Graphics
Optisch punktet Die zerstreute Pharao-Umsetzung mit einer liebevollen 3D-Umgebung im altägyptischen Stil. Der Spielplan wirkt wie ein sonnendurchfluteter Tempelhof, in dem goldene Pyramiden plastisch hervorstechen und Schattenwurf für Realismus sorgt. Jede verschobene Pyramide animiert mit weichem „Wackeln“ und produziert ein dezent metallisches Klacken, das den Eindruck von echtem Spielmaterial verstärkt.
Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert: Links sieht man den aktuellen Stapel, rechts die Aktionskarten der Runde. Karten-Rückseiten bestehen aus altägyptischen Hieroglyphenmustern, Vorderseiten zeigen in hoher Auflösung verziert dargestellte Artefakte. Text und Symbole sind auch auf kleinen Bildschirmen gut lesbar, was gerade bei Online-Matches von Vorteil ist.
Hintergrund- und Umgebungsgeräusche wie das entfernte Trommeln, das Plätschern von Wasserläufen und das Flüstern einer Oase verstärken die Atmosphäre. Zwischensequenzen beim Aufdecken einer Karte oder beim Finden des letzten Schatzes glänzen mit kleinen Partikeleffekten, die das Auge erfreuen, ohne vom eigentlichen Spielgeschehen abzulenken.
Story
Rein narrativ bleibt Der zerstreute Pharao eng am Brettspiel-Original: Es gibt keinen ausgearbeiteten Handlungsstrang oder Charaktere mit Dialogen. Stattdessen entfaltet sich die Geschichte in Form einer Schatzsuche unter ägyptischen Pyramiden. Die Legende – dass ein zerstreuter Pharao einst seine Schätze willkürlich verteilte und nur auf kluge Abenteurer wartet – dient als stimmiger Rahmen, der Spieler jeder Altersgruppe in die Suche eintauchen lässt.
Dennoch verpasst das Spiel der Schatzsuche etwas Tiefe durch kleine Texteinblendungen zu den gefundenen Artefakten. So erfährt man bei jeder Karte kurze Hintergrundinfos zu Amuletten, Skarabäen oder vergessenen Manuskripten. Diese liebevollen Details lockern das pure Puzzlespiel auf und sorgen für eine gewisse Bildungs-Komponente hinter der rein logischen Herausforderung.
Musikalisch untermalt eine ruhige Ambient-Melodie die Atmosphäre, gelegentlich leiten orientalisch angehauchte Klänge durch wichtige Spielmomente. Hier hätte man sich zwar etwas mehr Variation gewünscht, doch gerade in längeren Sessions wirkt die Musik selten aufdringlich und lässt genug Raum für Konzentration auf das Geschehen.
Overall Experience
Als digitale Adaption eines beliebten Brettspiels gelingt Der zerstreute Pharao eine treffsichere Mischung aus einfachem Einstieg und strategischer Tiefe. Die Kombination aus räumlicher Logik, überraschenden Aktionskarten und variablen Spielmodi sorgt für großen Wiederspielwert. Besonders in der Mehrspieler-Runde kommt der Wettkampfcharakter stark zur Geltung und macht aus familiären Zusammenkünften oder Online-Abenden kurzweilige Highlights.
Einzelspieler dürfen sich auf gegnerische KI-Teamkameraden freuen, die auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen taktisch agieren. Für Puzzle-Fans bietet das Game eine verlässliche Solo-Herausforderung, bei der man stets auf der Hut sein muss, nicht den letzten Schatz zu verpassen. Jeder Fund lädt zum Jubeln ein – gerade wenn man mehrere Schätze in Folge richtig identifiziert.
Abschließend punktet Der zerstreute Pharao mit flüssigem Gameplay, stimmiger Präsentation und flexiblen Spieloptionen. Wer Freude an Denkspielen und leicht verständlichen Wettkämpfen hat, findet hier eine gelungene PC-Umsetzung, die das bewährte Brettspielerlebnis perfekt in die digitale Welt überträgt. Begeisterte Brettspieler und digitale Puzzleknacker werden gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.
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